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Für Sie gelesen - Literatur aus dem BGFA
Naturlatexallergien – immer noch ein aktuelles Problem?Zu den besonders gefährdeten Gruppen zählt medizinisches Personal. Je nach Art des Allergenkontakts treten Urtikaria (Hautkontakt), allergisch-entzündliche Veränderungen an den Schleimhäuten der oberen und unteren Atemwege auf. Intensive Forschungsanstrengungen brachten es an den Tag: Hauptallergenträger waren gepuderte Latexhandschuhe. Somit kamen nicht nur die Träger der Handschuhe mit den Naturlatexallergenen in Berührung, sondern auch alle anderen Personen, die sich im selben Raum aufhielten.
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| Latexhandschuhe - immer noch ein Auslöser für Allergien. |
Naturlatex ist aufgrund der hohen gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Bedeutung eine der am meisten untersuchten Allergenquellen. Die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung haben zu einem grundlegenden Umdenken beim Einsatz von Naturlatex-haltigen Handschuhen geführt. In vielen Krankenhäusern finden Operationen an besonders gefährdeten Personen bereits in Naturlatex-freien Operationsräumen statt. In der Technischen Regel TRGS 540 heißt es, dass gepuderte Latexhandschuhe durch puderfreie und Latexallergen-arme oder andere Handschuhe zu ersetzen sind. Dank dieser Maßnahmen sowie des besonderen Engagements der Berufsgenossenschaft für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege (BGW) konnte bereits 1999 ein Absinken der gemeldeten Verdachtsanzeigen auf Berufskrankheiten als Folge von Latexallergien verzeichnet werden.
Jedoch gibt es noch Latexquellen, die bisher nicht eine so große Beachtung gefunden haben; hier ist zu fordern, dass eine Kennzeichnungspflicht für latexhaltige Materialien eingeführt wird.
MZ



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