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> BGFA-Info 03/2004

Für Sie gelesen - Literatur aus dem BGFA

Biologisches Monitoring von Kanzerogenen
In ihrem Übersichtsartikel zum Thema "Biologisches Monitoring von Kanzerogenen" stellen H.U. Käfferlein et al. Möglichkeiten vor, um individuelle Belastungen durch Kanzerogene am Arbeitsplatz oder in der Umwelt mit Hilfe des Biologischen Monitorings (BM) zu beurteilen.

Das Biologische Monitoring ist in Deutschland derzeit u.a. in den technischen Regeln TRGS 710 und 903 verankert. Das BM setzt sich zusammen aus der Bestimmung von Biomarkern der Exposition (innere Dosis, effektive Dosis) und Biomarkern des Effekts.

Bei Biomarkern der Exposition werden Gefahrstoffe bzw. deren Stoffwechselprodukte in Blut, Urin und Gewebe erfasst. Während sie zwar stoffspezifisch sind, lassen sich durch ihre Bestimmung jedoch keine zusätzlichen Aussagen über die Gefährdung von Personen oder Personengruppen treffen.

Bei Biomarkern des Effekts werden bereits erste Schädigungen im Körper des Menschen angezeigt. Sie können in zwei Gruppen eingeteilt werden: Biomarker zur Identifizierung früher biologischer Effekte und Biomarker zum Nachweis veränderter Strukturen. Sie sind jedoch nicht mehr gefahrstoffspezifisch und sie wurden bisher noch nicht in ausreichender Anzahl auf arbeitsmedizinische Fragestellungen angewendet.

Den neuen Anforderungen kann das Biomonitoring in Zukunft nur dann gerecht werden, wenn vorhandene Methoden aus anderen Fachdisziplinen in das BM in Forschung und Praxis integriert und weiterentwickelt werden.

Käfferlein HU, Marczynski B, Brüning T: Biologisches Monitoring von Kanzerogenen. ASU 2004; 39: 376-388
MZ
Ruhr-Universität Bochum  

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