- > Zurück
- > Krebs
Die Entstehung von Krebs im Kopf-Hals-Bereich
Tabakrauch und Alkoholkonsum stellen die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung des Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinoms (SCCHN) dar. Tabak-assoziierte Karzinogene werden z.T. von der mikrosomalen Epoxidhydrolase (mEH) verstoffwechselt. Das sogenannte EPHX-Gen kodiert für dieses Enzym. Von den Gensequenzvarianten des EPHX-Gen Y113H und H139R wird angenommen, dass sie für unterschiedliche Enzymaktivitäten kodieren und Einfluss auf die Verstoffwechslung von Fremdstoffen haben. Dadurch kann das Risiko für ein SCCHN variieren. Auf der Grundlage von in vitro-Daten wurden die Genotyp-Kombinationen jeweils einer der Kategorien "niedrige, mittlere und hohe mEH-Aktivität" zugeordnet. Diese Kategorien fanden dabei in der Literatur schon häufiger Verwendung.
In dieser Fall-Kontroll-Studie wurden für die EPHX1-Genotypen allein keine Haupteffekte mit Ausnahme einer Risikominderung beim 139HR-Genotyp innerhalb der Raucher (odds ratio, OR: 0,57; 95% Konfidenz-Intervall, CI: 0,34 - 0,95) nachgewiesen. Weiterhin konnte die in der Literatur beschriebene Zunahme des SCCHN-Risikos für Genotyp-Kombinationen der Kategorie "mittlere und höhere mEH-Aktivität" nicht ermittelt werden (OR 1,28, 95% CI 0,84-1,96 bzw. OR 0,98, 95% CI 0,58-1,64). Darüber hinaus waren die p53-Mutationen bei den Rauchern seltener in der Gruppe der höheren mEH-Aktivität. Allerdings war dieser Wert aufgrund der geringen Fallzahl nicht signifikant.
Die Autoren stellen abschließend fest, dass die Ergebnisse die Schwierigkeiten verdeutlichen, auf Grundlage der bisherigen in vitro-Daten die beschriebenen EPHX-Gensequenzvariationen einer jeweiligen mEH-Aktivität zuzuordnen. Weitere Studien zur Phänotypisierung der mEH-Aktivität sind daher notwendig.
VH


Webcode 367104