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Klonierung, Reinigung und allergene Eigenschaften der rekombinant hergestellten Klasse I-Chitinase von Hevea brasiliensis
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| Personen, die eine Latexallergie haben, reagieren auch häufig allergisch auf verschiedene Obst- und Gemüsesorten. |
Ziel der vorliegenden Studie war die rekombinante Herstellung der Klasse I-Chitinase auf der Basis von mRNA, welche aus Hevea brasiliensis Blättern stammte, und die anschließende Untersuchung der IgE-bindenden Eigenschaften des Zielproteins. Zunächst wurde aus der mRNA in vitro eine Klasse I-Chitinase-spezifische cDNA synthetisiert. Nach der Anreicherung mit Hilfe der Polymerasekettenreaktion erfolgte die Subklonierung in einen Plasmidvektor und die Überprüfung der Sequenz. Schließlich wurde in vitro das Gen für die Klasse I-Chitinase (rHev b 11.0102) in einem Expressionsvektor hinter dem Gen, dass für das Maltosebindungsprotein kodiert, platziert und als Fusionsprotein in E. coli angereichert. Das isolierte Protein wurden an Filter gekoppelt und die IgE-Bindungskapazitäten mit Hilfe des Pharmacia CAPTM-Systems und mittels Immunoblot im Serum Latex-allergischer Patienten untersucht.
Das Allergen rHev b 11.0102 (Nomenklatur laut IUIS vgl. http://www.allergen.org) hat eine Länge von 295 Aminosäuren und enthält eine N-terminale Hevein-ähnliche Domäne mit einer 56%igen Homologie zu Hevein. 17 der 58 Seren von Latex-allergischen Personen zeigten spezifische IgE-Antikörper gegen rHev b 11.0102. Bezogen auf seine IgE-Reaktivität ist rHev b11.0102 ein Allergen mit einer mittleren Prävalenz in Naturlatex.
Die Klonierung, Expression und Isolierung von rekombinanten Allergenen in bzw. aus E. coli ist eine ökonomische und kosteneffektive Alternative zur Isolierung des nativen Proteins aus Naturlatex. So können ausreichende Mengen eines hochgereinigten Proteins sowohl für diagnostische Zwecke, als auch für immunologische Experimente zur Aufklärung von z.B. Kreuzreaktivitäten in Nahrungsmitteln zur Verfügung gestellt werden.
MZ



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