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Auswirkungen von Diisocyanaten auf weiße Blutzellen exponierter Arbeiter
In der vorliegenden Studie wurden 16 Arbeiter, die ein arbeitsplatzbezogenes Asthma hatten, gegenüber MDI, TDI und HDI in Konzentrationen von 5 bis 30 ppb exponiert. Die Konzentration der Diisocyanatdämpfe wurde kontinuierlich überwacht. 11 Kontrollpersonen hatten beruflich keinen Kontakt mit Diisocyanaten und wurden auch nicht provoziert.
Als Marker für den oxidativen Stress in weißen Blutzellen (WBC) wurden die Veränderungen in der DNA-Fragmentierung im niedrigen Molekularbereich (LMW-DNA) untersucht. Die WBCs der Arbeiter wurden vor und nach einer Provokation gewonnen und in vitro für 15 Stunden in Agarose-Plugs in einem Lysepuffer mit oder ohne Wasserstoffperoxid (H2O2) inkubiert. Eine gesteigerte LMW-DNA Fragmentierung trat auf in WBCs (n=10), die 30 Minuten oder 19 Stunden nach Beendigung der Isocyanatprovokation von symptomatischen Arbeitern gewonnen wurden. Dabei zeigte sich, dass die Fragmentierungsmuster bei der LMW-DNA nach Diisocyanatexposition ähnlich aussahen wie diejenigen, die mit H2O2 inkubiert worden waren. Diese Effekte wurden nicht nur nach der Provokation mit aromatischen (MDI) sondern auch mit aliphatischen Diisocyanten festgestellt.
Bei den Kontrollpersonen gab es keine Veränderungen der LMW-DNA Fragmentierung. Nach Inkubation der WBCs mit einem H2O2 Puffer wurden ähnliche Fragmentierungsmuster wie bei den Arbeitern, die mit Diisocyanat provoziert wurden, festgestellt. Es gab auch keinen Hinweis auf eine Beeinflussung der Ergebnisse durch mögliche Confounder wie z.B. Rauchen, Alter, Atopie, Medikation oder Dauer der Exposition am Arbeitsplatz.
Marczynski et al. stellen die Hypothese auf, dass eine Exposition mit Diisocyanaten zu einer erhöhten Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies in Form von H2O2 führen kann.
MZ


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